"Gebrauchte Treppenlifte lassen sich steuerlich absetzen."
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Steuerliche Absetzbarkeit von gebrauchten
Treppenliften

Können Sie die Kosten eines gebrauchten Treppenlifts steuerlich geltend machen?

Die Anschaffung eines Treppenliftes – egal ob neu oder gebraucht – ist eine lohnende Investition, um die Lebensqualität mobilitätseingeschränkter Menschen in den eigenen vier Wänden zu erhöhen. Da die Kosten für Kauf und Einbau schnell einen hohen Betrag erreichen, lohnt sich die gründliche Information über Möglichkeiten zur finanziellen Entlastung.

Ein Weg, um bei der Anschaffung eines Treppenliftes finanzielle Entlastung zu schaffen, ist das steuerliche Absetzen der Treppenlift-Kosten. Welche Voraussetzung es im Vorfeld zu erfüllen gilt und worauf in jedem Fall geachtet werden sollte, erfahren Sie in aller Ausführlichkeit auf dieser Seite. Mit Hilfe der folgenden Erklärungsgrafik können Sie sich einen ersten Überblick über Voraussetzungen und Möglichkeiten der steuerlichen Absetzbarkeit verschaffen.

Erklärungsgrafik: steuerliche Absetzbarkeit von Treppenliften

Voraussetzungen zur steuerlichen Absetzbarkeit

Im Rahmen Ihrer Steuererklärung können Sie die Aufwendungen für einen gebrauchten oder neuen Treppenlift als außergewöhnliche Belastung absetzen, wenn sie die sogenannte zumutbare Belastung übersteigen. Damit Ihr gebrauchter Treppenlift als außergewöhnliche Belastung gilt, müssen Sie jedoch nachweisen, dass die Anschaffung medizinisch notwendig ist.

Die Kosten der Anschaffung eines Treppenlifts können beim Finanzamt nur unter ganz bestimmten Bedingungen geltend gemacht werden. Eine reine Komfortsteigerung wird beispielsweise nicht als Entlastungsgrund akzeptiert. Die einfachste Art, eine medizinische Notwendigkeit nachzuweisen, ist die Vorlage eines amtsärztlichen Attests. Es lohnt sich also neben dem Steuerberater auch einen Arzt zu Rate zu ziehen, bevor Sie einen Treppenlift kaufen.

Menschen mit Pflegestufe III bzw. mit dem Merkzeichen „H“ für „hilflos“ oder dem Merkzeichen „Bl“ für blind im Schwerbehindertenausweis können ohne weiteren Nachweis einen Pauschbetrag von 3.700 Euro absetzen. Wichtig ist hierbei immer, dass ein entsprechender Bescheid vorgelegt werden kann.

Auch wenn keines der zuvor genannten Kriterien vorliegt, können Menschen mit Behinderung einen steuerlichen Pauschbetrag erhalten. Dieser ist abhängig vom Grad der Behinderung. So können beispielsweise Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50% oder aber von 25% in Kombination mit einer dauerhaften Einbuße der körperlichen Beweglichkeit durch die Behinderung einen gestaffelten Betrag in der Spanne von 310 Euro bis 1.420 Euro absetzen.

Liegen die Kosten für den Treppenlift über dem Pauschbetrag, besteht die Möglichkeit der Eintragung als außergewöhnliche Belastung, mit der weiteres Geld von der Steuer abgesetzt werden kann.

Der gebrauchte Treppenlift als außergewöhnliche Belastung

Entstehen Ihnen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl an Steuerzahlern gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstandes, gelten diese als außergewöhnliche Belastung.

Gebrauchter Treppenlift steuerliche Absetzbarkeit

Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen – neben Bereichen wie Unterhalts- und Pflegekosten – auch unvermeidbare Kosten im Zusammenhang mit Krankheit oder Behinderung, welche nicht von den Krankenkassen übernommen werden.
Wenn Ihnen also aufgrund von Krankheitskosten zwangsläufig größere Aufwendungen entstehen als der überwiegenden Mehrzahl an vergleichbaren Steuerpflichtigen, dann wird Ihre Einkommenssteuer ermäßigt.

Auch Treppenlifte zählen zu dieser Art von Aufwendungen, wenn sie medizinisch notwendig sind. Von den Kosten wird jedoch eine zumutbare Eigenbelastung von 1 bis 7 Prozent des Einkommens abgezogen. Dies bedeutet, dass lediglich diejenigen Kosten steuerlich geltend gemacht werden können, welche die zumutbare Belastungsgrenze übersteigen. Zuschüsse von der Pflegeversicherung werden generell nicht mit angerechnet und müssen zuerst von den Anschaffungskosten eines Treppenlifts abgezogen werden.

Um einen möglichst hohen Betrag vom Finanzamt erstattet zu bekommen, geben Sie in Ihrer Steuerabrechnung alle Ausgaben an, die im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung oder Behinderung stehen. Je weiter Sie Ihre zumutbare Belastungsgrenze überschreiten, desto höher ist der Betrag, den Sie steuerlich geltend machen können. Kosten für Haushaltshilfen, Pflegekräfte oder Handwerker (beispielsweise für den Einbau des Treppenlifts) können Sie in der Steuererklärung darüber hinaus in den Rubriken „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ und „Handwerkerleistungen“ ansetzen. Handwerkerkosten können Sie beispielsweise mit 20 Prozent der reinen Lohnkosten bis maximal 1.200 Euro geltend machen.

Aktuelles Urteil zur steuerlichen Absetzbarkeit von Treppenliften

Ein aktuelles gerichtliches Fallbeispiel zum Thema steuerliche Absetzbarkeit von Treppenliften kam im Jahre 2014 dem Verbraucher zugute. Der Bundesfinanzhof (BFH) in München entschied hier, dass ein hausärztliches Attest ausreichend sei, um Treppenlift-Kosten als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abzusetzen.

Gavel.

Geklagt hatte ein Ehepaar, dem das Finanzamt die Steuerabsetzung verweigert hatte, da lediglich der Hausarzt dem Ehemann die absolute Notwendigkeit eines Treppenliftes bescheinigt hatte, nicht aber ein Amtsarzt. Nach der Bescheinigung durch den Hausarzt hatte sich das Paar für 18.000 Euro einen Treppenlift einbauen lassen. In der folgenden Steuererklärung wollte es den Einbau geltend machen.

Dies wurde jedoch mit der Begründung abgelehnt, dass das Attest zu spät und vom falschen Arzt ausgestellt wurde. Das Gericht entschied letztendlich, dass ein amtsärztliches Attest nicht zwingend notwendig sei, da es sich bei einem Treppenlift im engeren Sinne nicht um ein sogenanntes medizinisches Hilfsmittel handle. Außerdem sei der Zeitpunkt irrelevant, da es nur darauf ankäme, dass zum Zeitpunkt der Anschaffung der Einbau des Treppenlifts notwendig war.

Das bedeutet für Sie als Käufer, dass Sie die Kosten für einen Treppenlift-Kauf theoretisch durch Vorlage eines Attests von einem Arzt Ihrer Wahl geltend machen können. Es empfiehlt sich dennoch, ein amtsärztliches Attest vorzulegen, da es zwar einen gerichtlichen Präzedenzfall gibt, jedoch keine gesicherte rechtliche Regelung für dieses Vorgehen. Mit einer frühzeitigen amtlichen Bescheinigung gehen Sie also auf Nummer sicher.

Generell sollten Sie sich über die aktuelle Rechtslage auf dem Laufenden halten, da sich die Gesetzeslage im Steuerrecht kontinuierlich verändern kann und immer wieder neue Urteile zur Absetzbarkeit eines Treppenlifts getroffen werden.

Steuertipps:

  1. Verschieben Sie anstehende außergewöhnliche Belastungen nach Möglichkeit in das Jahr, in dem Sie Ihren Treppenlift bezahlen. Da sich außergewöhnliche Belastungen nur steuerlich auswirken, wenn sie insgesamt einen zumutbaren Eigenanteil übersteigen, bleiben Sie meist auf kleinere Ausgaben wie für Medikamente oder Behandlungen sitzen. Wenn Sie mit einem Treppenlift diesen Eigenanteil übersteigen, können Sie gleichzeitig weitere Kosten mit geltend machen. So kann sich die Anschaffung eines Treppenliftes auch vergünstigend auf andere Investitionen auswirken.
  2. Geben Sie in Ihrer Steuererklärung auch Kosten für Montage und Reparaturen des Treppenlifts mit an. Hierzu liegen zwar noch keine Gerichtsurteile vor, aber einen Versuch ist dies immer Wert.

Wie hoch ist die Kostenersparnis?

Die Frage nach der Höhe der Kostenersparnis lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, da mehrere verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle bei der Berechnung spielen. Wie bereits erwähnt, wirken sich die außergewöhnlichen Belastungen erst dann steuerlich aus, wenn sie insgesamt im Jahr einen zumutbaren Eigenanteil übersteigen. Diese zumutbare Belastungsgrenze wird individuell nach dem Familienstand, der Anzahl der Kinder und der Höhe des Einkommens berechnet. Sie variiert hier zwischen 1 und 7 Prozent vom Jahreseinkommen. Mit der Anschaffung eines Treppenlifts wird diese Grenze in den meisten Fällen überschritten.

Sind Sie beispielsweise ein Paar mit einem gemeinsamen Jahreseinkommen von 50.000 Euro und 2 Kindern liegt die zumutbare Belastung bei 3%, was bei diesen Einkommen einem Betrag von 1.500 Euro entsprechen würde (3% von 50.000 Euro). Kostet Ihr Treppenlift nun 15.000 Euro können Sie nach Abzug des Eigenanteils von 1.500 Euro 13.500 Euro steuerlich absetzen. Wie hoch die Steuererstattung jetzt genau ist, hängt wiederum von Ihrem persönlichen Steuersatz ab. Schnell ergeben sich aber Beträge, welche gut ein Drittel der Anschaffungskosten des Treppenlifts ausmachen.

Grundvoraussetzung ist natürlich immer, dass Sie über ein entsprechend hohes Einkommen verfügen. Haben Sie nur ein niedriges Einkommen, so zahlen Sie auch weniger Einkommenssteuer. Entsprechend geringer ist auch der Betrag, den Sie durch die Abgabe einer Einkommenssteuererklärung zurück erhalten können.

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten

Neben der steuerlichen Erleichterung gibt es bei der Anschaffung auch noch Hilfe von anderen Seiten. So sind Treppenlift-Zuschüsse von verschiedenen Institutionen möglich. Sie sollten unbedingt im Vorfeld des Kaufs abklären, ob diese Hilfe für Sie in Frage kommt oder nicht – eine rückwirkende Finanzierung ist in den meisten Fällen nicht möglich.

  • Pflegeversicherung: Die gesetzliche Pflegeversicherung beteiligt sich unter bestimmten Voraussetzungen mit einem gestaffelten Betrag von maximal 4.000 Euro für die gesamten Umbaumaßnahmen an der Finanzierung Ihres Treppenlifts.
  • Berufsgenossenschaft: Nach einem Arbeitsunfall, dessen Folgen das Einbauen eines Treppenlifts notwendig machen, können Sie sich für finanzielle Unterstützung an die zuständige Berufsgenossenschaft wenden.
  • Haftpflichtversicherung: Bei einem Unfall mit Fremdverschulden ist die gegnerische Haftpflichtversicherung verpflichtet, zumindest einen Anteil der Anschaffungskosten zu übernehmen.
  • KfW Zuschuss: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst den altersgerechten Umbau der Wohnsituation im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455)“.
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